|

Von Mises nennt sich ein Trio aus Köln, dass sich 2018 gründete und
instrumentale Musik erstellt, bei der Gitarre, Elektronik und Rhythmus zu
einem melodischen Postrock entsteht. Ihre Musik baut auf einer Mischung
aus Synthesizer, Piano und Gitarre auf und wird durch den gezielten Einsatz
von Sprachsamples bereichert, die den Songs eine persönliche Note verleihen,
so beschreiben sie ihre Musik auf ihrer Homepage selbst. Und das
trifft es auch sehr gut.


Bisher sind eine EP („VON MISES“ aus 2019) digital, das Debütalbum „Ages“
aus 2021 auf CD und digital und aktuell im März 2026 das zweite Album „Coda“
auf Vinyl und digital erschienen.

Die Band eröffnete das kleine Festival gegen 20:00 Uhr. Sie besteht aus
folgenden Musikern und ist in dieser Besetzung in Solingen aufgetreten: Mike
(Bass, Synthesizer), Jens (Gitarre) und Gunther (Schlagzeug). Neben ihren
live gespielten Instrumenten mischte das Trio auch noch einige
Keyboardpassagen ein, die aus dem Rechner kamen. Dies war der Triobesetzung
geschuldet.


Dieses Trio entfachte von Beginn an ein Postrock-Feuerwerk, bei dem
lediglich das Schlagzeug etwas zu laut ausgesteuert war, so dass die
Gitarrenpassagen etwas untergingen. Musikalisch war der Gig aber
hervorragend.

Auf dem Programm standen bis auf das Stück „Arrival“ das komplette Album
„Coda“ sowie „Ages“ vom gleichnamigen Debütalbum und „Universe“ von ihrer
ersten EP.

Beim Stück „Ages“ bauten sie – wie auch auf dem Album einen kurzen
gesprochenen Text von Yuval Noah Harari (Times Talks with Bari Weiss) ein.
Jens spielte rhythmische sowie melodische Parts auf der E-Gitarre während
Mike am Bass und Gunther am Schlagzeug die Stücke rhythmisch vorantrieben.
Gunther spielte neben druckvollen auch herrlich akzentuierte Parts. Sein
Schlagzeug war sehr dominant, so dass in einigen Passagen die Gitarre nicht
so gut zur Geltung kam.


Die drei Musiker gingen mit viel Power und Spielfreude an ihre Stücke.
Optisch wurden sie von einer Lightshow (Spots und auf der Bühne verteilte
Leuchtröhren) unterstützt. Allerdings sorgte zu viel Nebel dafür, dass man
die Musiker oft nur schemenhaft wahrnehmen konnte. Musikalisch boten sie
einen druckvollen Postrock mit herrlichen Melodien und treibenden Rhythmen.

|