| |

Die zweite Band des Abends war Superthousand, das sind Dominik Mertens
(Gitarren, Gesang), Lars Dreier (Bass, Keyboards, Synthesizers, Samples,
Loops, Backgroundgesang) und Markus Missbrandt (Schlagzeug,
Backgroundgesang) aus Gummersbach. Wir hatten sie beim EMPIRE Of
Prog-Festival in Ramstein dieses Jahr entdeckt und waren sofort von ihrer
Musik und Power geflasht. Sie waren auch der Grund, warum wir dieses kleine
Festival besuchen wollten. Superthousand kamen so gut in Ramstein an, dass
die Veranstalter sie für das Festival im nächsten Jahr gleich wieder gebucht
haben. Bisher sind vier Alben erschienen, das aktuellste trägt den Titel „Four“.


Nachdem sie am Vorabend in Bonn auf der Bühne standen hatten sie in Solingen
ein etwas reduzierteres Set mitgebracht. Das war dem Zeitplan des kleinen
Festivals geschuldet. Auf dem Programm standen vorwiegend Stücke ihres
aktuellen Albums „Four“ aus 2025.


Lars Dreier sorgte nicht nur mit seinem Bassspiel, sondern auch mit dem
Bassynthesizer, der die Bude zum Vibrieren brachte, für einen
eindrucksvollen Sound. Schlagzeuger Markus Missbrandt spielte nicht nur
einen druckvollen Part auf seinem Instrument, sondern steuerte auch mehrfach
filigrane Rhythmusmotive bei. Und Dominik Mertens loopte teilweise seine
Gitarre und spielte weitere Motive darauf, was für mehr Volumen und
Atmosphäre sorgte.


„Gift“ präsentierten sie wieder in einer fesselnden mit herrlichen
Electrobeats versehenen Fassung, die zum Tanzen einlud. Danach gab es mit
„Tune In“ ein neues Stück, das sie bereits bei der Zappanale in diesem Jahr
erstmals präsentierten. Der Longtrack, der einige Wendungen parat hielt,
ist, wie ich nach dem Konzert von Dominik Mertens erfuhr, noch nicht final
ausgereift, hinterließ aber beim Liveauftritt einen bärenstarken Eindruck.
Hier kann man sich auf das kommende Album freuen, das aber laut eigener
Aussage noch eine ganze Weile dauern wird.


Auch das Titelstück „Four“ vom aktuellen Album begeisterte mit seinem
teilweise an Riverside und dem Zwergengesang aus Peter Jacksons „Der
Hobbit“-Verfilmung erinnernden Gesang. Den Endpunkt setzte das Trio dann mit
dem wunderbaren „End“ bei dem das Publikum zum Ende hin in den „Oh, Oh,
Oh“-Gesang einstimmte, was wieder für Gänsehaut sorgte. In der Mitte des
Songs hatten sie Sprachsamples eingebaut die von rechts nach links und
wieder zurück durch den Raum zogen und so einen tollen Stereoeffekt
erzeugten.


Superthousand unterstrichen in Solingen den tollen Eindruck, den sie beim
EMPIRE Of Prog Festival in Ramstein hinterlassen hatten und waren für mich
das Highlight dieses kleinen Festivals.

|
|
| |
Setlist
Save And
Now
Seven
Gift
Tune In
Four
End
Stephan Schelle, Oktober
2026 |
Besetzung
Dominik Mertens -
Gitarren, Gesang
Lars Dreier - Bass, Keyboards, Synthesizers, Samples, Loops,
Backgrounsgesang
Markus
Missbrandt - Schlagzeug,
Backgrounsgesang
|
|