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Mit Spiral Drive kam dann eine Band mit
jungen Musikern auf die Bühne. Sie haben den Alterdurchschnitt der
auftretenden Acts deutlich gesenkt. Seit ihrem Durchbruch in der
Neo-Psych-Szene mit ihrem Debütalbum „Unity“ aus dem Jahr 2019 hat sich
Spiral Drive, das visionäre Projekt des deutsch-österreichischen
Multi-Instrumentalisten und Musikproduzenten Raphaël Neikes, zu einer der
dynamischsten und grenzüberschreitendsten psychedelischen Bands Europas
entwickelt. In ihrem Sound verschmelzt die Band, die aus Raphaël Neikes
(Gesang, Gitarre), Arthur Darnhofer-Dèmar (Bass), Jan Calaveras-Haußels
(Schlagzeug, Backgroundgesang), Andreas Wroblewski (Keyboards, Synthesizer,
Backgroundgesang) und Marian Feistritzer (Gitarren, Backgroundgesang)
besteht, Psychedelic Rock, Alternative, Psych-Pop, Grunge und Indie.


Die Band bot eine bunte Mischung dieser
verschiedenen musikalischen Stile. Zudem wurde es dann auch schon mal recht
punkig. Diese Mischung aus den verschiednen Musikstilen sorgte für eine
weitere Abwechslung im Programm des zweiten Tages. Sie machten auf jeden
Fall reichlich Druck, was vor allem an Schlagzeuger Jan Calaveras-Haußels
und Bassist Arthur Darnhofer-Dèmar lag.


Die fünf jungen Musiker lieferten einen
erfrischend unbekümmerten Auftritt ab. Sie spielten einfach drauf los und
nahmen das Publikum sofort mit. „Echoes“ zeigte sich als fettes Brett, das
zwischen Alternative, Grunge und Indie wandelte. Somit war auch für das
jüngere Publikum etwas im Programm.


NDW-mäßig begann das Stück „Heatwave“, das
dann aber eine Menge Punk atmete. Druckvolles Schlagzeug und schnelle
Gitarren-/Bassriffs sorgten hier für den nötigen Drive. Das war schon
heftiger Stoff. Mit „Green Vanilla“ war ein Stück ihres kommenden Albums
dabei.


Von ihrem neuen Album „Reise“, das auf
Bandcamp erhältlich ist, hatten sie das Stück „Auto“ im Programm, das
zunächst gemächlich begann, dann aber durch seine elektronische, spacig/psychedelische
Ausrichtung an Bands wie Ozric Tentacles oder Quantum Fantay erinnerte.

„Tomorrow Never Nows“ ist bisher nur als
einzelner Song auf Bandcamp erschienen. Hier trafen Psychedelic Rock auf
Alternative Rock. Das war alles aber sehr melodisch angelegt und hatte
trotzdem mächtig Wumms. Elektronischer wurde es dann bei „Lines For Lives“.
Ein atmosphärischer Song, der auch eine Spur Artrock in seiner DNA hatte.
Melodischer Alternative Rock mit druckvollen Gitarren präsentierten sie dann
mit „Infinity“. Mit „Ego Placebo“ traf dann Alternative auf Artrock und mit
„Space Train“, einem rhythmischen Alternative-/Spacerocker mit fettem
Basslauf, endete dann das Konzert.


Spiral Drive wurden ebenso wie die „alten
Hasen“ vom Publikum in Finkenbach gefeiert. Sie lieferten einen
abwechslungsreichen Gig ab. Damit bereicherten sie das LineUp des
zweitägigen Festivals.

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