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My Sleeping Karma nennt sich eine Stoner-/Postrock-Band
aus Aschaffenburg, die auf das Jahr 2006 zurückgeht. Derzeit besteht die
Band aus Matthias Vandeven (Bass), Michael „Seppi“ Caps (Gitarre), Norman
Mehren (Soundboard) und André Stein (Schlagzeug). Bassist Matthias Vandeven
und der leider in 2023 verstorbene Schlagzeuger, die die Band gründeten,
kannten sich schon aus der Stoner-Rock-Band The Great Escape. Sie holten
Seppi und Norman hinzu und so entstand die Instrumentalband My Sleeping
Karma.




Die Band ist für ihre hypnotischen
Klangwelten, die sie mit treibenden Rhythmen versehen, bekannt. Das ist auch
auf ihren bisher erschienenen sieben Alben dokumentiert. Das letzte Album
stammt aus dem Jahr 2022 und trägt den Titel „Atma“. Aber erst live
entfaltet das Quartet so richtig seine Kraft und Energie, die jeden Besucher
mitreißt.




Zum Hintergrund des Bandnamens schreiben
die Aschaffenburger auf ihrer Homepage: Karma ist schlicht die goldene
Regel: Was man aussendet, erhält man zurück – entweder in derselben oder in
ähnlicher Form. Man erntet, was man sät – die eigenen Handlungen erschaffen
das, was man nun erlebt, sei es in Bezug auf eine Situation in einem
vergangenen oder zukünftigen Leben oder auf die Gegenwart.




Das Quartett aus Aschaffenburg legte erst
gegen 1 Uhr Nachts los, was für einige Besucher doch etwas zu spät war und
so lichteten sich die Reihen ein wenig. Alle die schon in ihren Betten
verschwunden waren, verpassten eine gut aufgelegte Band, die sich gleich mal
mächtig ins Zeug legte und die Anwesenden schnell zu Begeisterungsstürmen
bewegte.




Zunächst wurde die Bühne in eine Nebelwand
getaucht und aus der Konserve spielten sie „The Four Horseman“ von
Aphrodites Child. Dazu kam die Band dann auf die Bühne, bildete einen Kreis
– wie eine Fußballmannschaft vor einem Spiel, was gut zum naheliegenden FC
Finkenbach passte, deren Mitglieder ebenfalls zur Festivalcrew gehörten -
und zeigt, wie gut das Quartett aufeinander eingestimmt ist. Dann legten sie
mächtig los und hauten den Zuschauern eine kraftvolle Breitseite ihres
Stoner Rock um die Ohren.




Sie spielten einen Querschnitt aus ihrem
Repertoire. Dabei verstanden sie es melodische Parts mit kraftvollen
Rhythmen zu verbinden, die sich dann zu einer hypnotischen Soundwand
auftürmte, während das Quartett sich auf der Nebelverhangenen Bühne bewegte.
My Sleeping Karma war ein grandioser Abschuss des ersten Festivaltages.




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