Während die erste Night des IQ-Weekenders schon im Vorfeld komplett
ausverkauft war, kamen bei der zweiten Night nicht ganz so viel Besucher
ins Zentrum Altenberg nach Oberhausen. Das lag wohl auch daran, dass am
nächsten Tag viele wieder zur Arbeit gehen mussten. Impuls-Promotion und
IQ hatten aber gerade dafür das Konzert um eine Stunde auf 19:00 Uhr
vorverlegt, um den Besuchern die Möglichkeit zu bieten, früh zu Hause zu
sein.






Das zweite Konzert brachte noch einmal zweieinviertel Stunden Musik aus
sieben Alben der britischen Band. Das Set war mit dem von Aschaffenburg
identisch. Nachzuhören ist dies auch auf der CD-Box „The IQ Weekender
2026“.





Das Konzert begann nach einem Intro, zu dem die Band auf die Bühne kam,
mit den Stücken des aktuellen Albums „Dominion“, das die Band in der
Reihenfolge wie auf dem Album spielte. Das grandiose neue Album, bei dem
vor allem „Far From Here“ sehr emotional geriet, wurde sehr stimmungsvoll
dargeboten und sorgte für Begeisterung im Publikum.






Nach den Songs von „Dominion“ starteten IQ dann erneut eine Zeitreise
durch ihre Werke von „Tales From The Lush Attic“ aus dem Jahr 1983 bis zum
2014’er Album „The Road Of Bones“. Bei „The Wake“ ging das erste Mal so
richtig die Post im Saal ab und das Publikum klatschte rhythmisch mit,
während bei „Sacred Sound“ durch die fetten Orgelklänge von Neil Durant
eine sakrale Note in das Proggeschehen eingefügt wurde. Der Song glänzte
aber auch durch einen hinreißenden Instrumentalpart mit leichten
Genesis-Anklängen von Mike Holmes.






Peter kündigte dann das Stück „Leap Of Faith“ an und meinte, dass es einen
langen Instrumentalpart besitzt, bei dem er hinter die Bühne gehen könne
um einen Tee zu trinken. Nach seinem Gesangspart ging er dann auch mit
einem freundlichen Winken von der Bühne, während seine Kollegen einen
ausufernden Instrumentalpart spielten.





Mit „Until The End“ fand sich dann noch ein Stück vom „The Road Of
Bones“-Album in der Setlist, den sie, wie Peter sagte, normalerweise nicht
live spielen würden. Beim Titelsong ihres Albums „Subterranea“ ging das
Publikum dann noch mal richtig mit und die Stimmung war auf dem
Siedepunkt. Als Zugaben spielten IQ das mitreißende „Frequency“ sowie den
Mittelteil des Stücks „The Last Gateway“, das den gefühlvollen Abschluss
des zweiten Abends setzte.






Wie schon am ersten Tag spielte Mike teils zum niederkniende Soli, die
streckenweise auch in Richtung Genesis gingen. Paul und Tim sorgten in den
Stücken für den nötigen Drive und Druck. Letzterer brachte mit seinem
Basssynthesizer darüber hinaus fette Bassklänge ein. Neil Durant
untermalte die Songs mit seinen Keyboardsounds und -melodien und Peter
Nicholls sorgte mit seinem ausdrucksstarken Gesang und seinen
theatralischen Gesten für eine perfekte Umsetzung der Songs. Mit Ausnahme
des Albums „Are You Sitting Comfortably?“ aus dem Jahr 1989 umfassten die
Setlisten der beiden Tage alle Studioalben der Band.






Es waren zwei außergewöhnliche und hochkarätige Konzerte, die IQ an dem
letzten Wochenende im August in Oberhausen spielten. Neben Aschaffenburg
ist Oberhausen eine Hochburg für IQ, denn beide Veranstaltungen – auch
wenn der Sonntag etwas weniger Besucher hatte – waren gut besucht. Die
Stimmung war an beiden Abenden hervorragend und die Band bestens
aufgelegt. Für 2027 kündigte Peter Nicholls an, dass sie neben
Aschaffenburg auch wieder in Oberhausen ein IQ-Weekender spielen werden,
was zu Beifallsbekundungen führte. Einen der beiden Weekender-Termine
sollte man sich unbedingt im Kalender vormerken.