Ron Boots / Ron Boots feat. Frank Dorritke & Stephan Whitlan
(Planetarium Bochum - 30.12.2025)


    

Nach einer Pause betrat dann Ron Boots die Bühne. Er spielte ein gut 50minütiges Soloset und verabschiedete sich damit als Live-Solomusiker vom Publikum. Die Stücke, die er spielte, gingen dabei nahtlos ineinander über, so dass eine Art Longtrack entstand. Es begann mit dem sphärischen „Opening“, einem komplett neuen Stück, das noch keinen Namen trägt. Synthesizerschwaden und –harmonien zogen durch den Kuppelsaal und wurden von herrlichen Bildern ferner Galaxien visualisiert. Ron baute im Verlauf einige Rhythmuselemente und Klänge ein, die auch an die „Berliner Schule“ erinnerten. Das sorgte für eine relaxte Atmosphäre unter den Anwesenden.

     

     

Weiter ging es mit „Dust en Mars“ einem ebenfalls neuen Stück, das ebenfalls ein sehr atmosphärischer Track war. Dieser ging dann in das Stück „There‘s Magic All Around Us“ über, einem Stück, das Ron zusammen mit dem leider schon verstorbenen John Kerr auf dem Album „Juxtaposition“ eingespielt hat. Das Stück prägte deutlich die romantische Handschrift von John Kerr.

    

     

Das 1994’er Album „Detachement Of Worldy Affairs” gehört zu den besten Alben von Ron Boots. Daraus hatte spielte er einen Auszug. Im Anschluss präsentierte er das Stück „Orbital Paths“ vom 2018’er Album „Once The Dust Settles“ in einer Liveversion. Auf der ersten Version des Albums trug das Stück noch den Namen „The Gate“.

     

     

Gegen Mitternacht wechselte Ron dann in sein neues Liveleben, vom Solointerpreten zum Bandmitglied. Ron erklärte, dass ihm die Spritzigkeit bei seinen Solokonzerten verloren gegangen ist und er es mehr liebt, wenn er mit anderen Musikern zusammen auf der Bühne steht. In der Vergangenheit hatte er ja schon oft mit Musikern wie John Kerr, John Dyson, Ian Boddy, Rob Papen, Harold van der Heijden und natürlich auch mit Stephan Whitlan und Frank Dorittke zusammengearbeitet. Und die beiden letztgenannten kamen nun mit auf die Bühne, um mit Ron ein weiteres ca. 30minütiges Set zu spielen.

    

    

    

Das begann dann mit einer Version des Stückes „Morning Flight“ vom dem Whitlan & Boots-Album „Seven Days“, einem sehr melodischen und auch rhythmischen Stück. Im Anschluss daran erfolgte dann eine längere Improvisation, die (teilweise mit einigen Percussionrhythmen unterlegt) recht sphärisch anmutete und schließlich in „Unknown Soldier“, einem Stück aus seinem beeindruckenden 2006’er Album „Acoustic Shadows“ (gehört ebenfalls zum Tafelsilber seiner Veröffentlichungen) mündete. Ein monumentales Stück das immer wieder beeindruckt.

     

    

     

Als krönenden Abschluss durfte dann Frank Dorittke noch einmal – von Ron und Stephan an den Synthesizern unterstützt – seine Saitenkünste unter Beweis stellen und eine Varation von Pink Floyd’s „Comfortably Numb“ zum Besten geben. So endete ein wunderbares Konzert weit nach Mitternacht und begrüßte das neue Jahr, das eige Stunden danach folgen sollte, mit sehr atmosphärischen Klängen. Eine – wie immer – sehr gelungene Veranstaltung, bei der auch die tollen, ansprechenden Bilder an der Kuppeldecke die Musik und die Atmosphäre perfekt unterstützten.

     

     

Setlist Ron Boots

Opening
Dust en Mars
There‘s Magic All Around Us
Detachement Of Worldy Affairs
Orbital Paths live

Setlist Ron Boots feat. Frank Dorritke & Stephan Whitlan

Morning Flight
Improvisation
Unknown Soldier
Confortably Numb

Stephan Schelle, Januar 2026

     

F.D. Project-Konzert

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