Electronic Visions
(Electronic Circus-Festival, Lemgo - 15.08.2026)


     

Electric Visions (auch bekannt als ubilaM und SystemTemp) nennt sich ein Projekt des niederländischen Musikers und Produzenten Luc Poppin, das er bereits im Jahr 2018 ins Leben gerufen hat. Bisher sind drei Alben, zwei EPs und vierzehn Singles von ihm veröffentlicht worden. Über Bandcamp ist seine Musik erhältlich. Er selbst beschreibt seine Musik wie folgt: Musik verbindet die warmen Klänge von Chillsynth und Synthwave mit Einflüssen aus dem New Age und Ambient der 90er Jahre.

    

Der 24jährige Luc Poppin aka Electronic Visions startete das Final Electronic Circus Festival. Wie Hans Hermann Heß zu Beginn erwähnte, war es das erste Konzert des jungen Elektronikmusikers.

     

Schon die Anzahl der Stücke seines einstündigen Sets zeigte, dass seine Musik nicht auf Longtracks, sondern auf kürzere Stücke ausgelegt ist. Das war leider aus meiner Sicht auch ein Manko seines Auftritts, denn eh man sich versah, war ein Stück auch schon beendet. Hier hätte ich mir deutlich mehr ausgearbeitete Stücke gewünscht. Der Fokus der Stücke lag bei seinem Konzert auf seinem Album „Forest Language“ (2024) und der EP „Beyond the Barrier“ (2025).

    

Schon das Stück „Welcome“ brachte es lediglich auf eine halbe Minute Spielzeit und diente als Einstieg in die Musik. Danach begrüßte Luc das Publikum und stellte sich kurz vor. Dann folgten 13 Stücke, die alle sehr harmonisch/melodisch angelegt waren. Sein Keyboard (Samson Graphite-49) kam dabei aber nur kurz zum Einsatz. Vielmehr drehte und steuerte er die Regler und Knöpfe seiner Gerätschaften, um die Sounds und Rhythmen zu steuern.

     

„Night Rain“ hatte eine schöne Melodielinie und einen tanzbaren Beat, was ein gutes Feeling verströmte. „A Break From The Clouds“ bog in die gleiche loungige Ecke, enthielt dabei einen etwas sanfteren Beat, was ihn perfekt für einen sonnigen Abend an einer Strandbar machte. Und im ähnlichen Stil waren auch die restlichen Stücke gehalten.

    

Luc erzeugte loungige Musik mit sanften Melodien. Dabei erinnerten einige der Passagen an Robert Miles & Co. Aber auch der Stil von Tangerine Dream aus den 2000’er Jahren blitzte ein ums andere Mal aus seinen Stücken hervor. Dies kombinierte er dann mit herrlichen Grooves / Beats.

     

Luc Poppin aka Electronic Visions war ein guter Opener des Festivals und stimmte die Besucher auf die noch kommenden Konzerte, bei denen es jeweils Steigerungen geben sollte, perfekt ein.

    

Setlist  

Welcome
Night Rain
A Break From The Clouds
Tales Of Forgotten Biomes
Forest Language
Petrichor
Signals From Mirror Creek
Tree Talk
Northwest Bay
Underwater District
The Pattern
Saltwater
Tundra
Taiga

Stephan Schelle, September 2026

 
  

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