Kraan
Finkenbach Festival, Finkenbach, 08.08.2026
 


     

Muss man über Kraan noch Worte verlieren? Eigentlich nicht, denn die Band um Deutschlands besten Bassisten, Hellmut Hattler, hat ihre ganz eigene musikalische Ausrichtung seit der Gründung im Jahr 1970 gefunden. Ihr musikalischer Stil lässt sich kaum in eine Kategorie einordnen. Es ist eine Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen und sie fügten ihrem Sound später US-Mainstream- und Soul-Elemente hinzu. Ihren Stil nannten sie kurz und ergreifend ´Wintrup Musik`, benannt nach ihrem Domizil im Teutoburger Wald.

    

     

Neben Hattler sind auch noch die Gründungsmitglieder Jan Fride (Schlagzeug) und Peter Wolbrandt (Gitarre) im aktuellen LineUp dabei. Darüber hinaus unterstützt sie Keyboarder Martin Kasper, der das Durchschnittsalter damit erheblich senkt. Auch diese drei „älteren Herren“ boten eine Show, die begeisterte. Man merkte ihnen ihr Alter nicht an, denn alle Drei legten eine Spielfreude und Energie an den Tag, die einfach nur mitriss.

    

     

    

Auf dem Programm standen neben einem Stück ihres gerade erst erschienenen Albums „All In“ und zwei vom vorletzten Album „Zoup“ vor allem Klassiker der Band wie „Andy Nogger“, „Holiday am Materhorn“ oder „Wintroper Echo“. Und mit „Andy Nogger“, das bei kaum einem Auftritt fehlen darf, startete die Band dann auch gleich mal recht druckvoll. Sofort hatten sie das Publikum auf ihrer Seite.

     

    

     

Es ist immer wieder eine Freude, Hellmut Hattler am Bass, Peter Wolbrandt an der Gitarre und Jan Fride am Schlagzeug zu erleben. Das Trio, unterstützt vom jungen Martin Kasper am Keyboard, baute auch in Finkenbach einen druckvollen Sound auf und bewies immer noch ihre Fingerfertigkeit und ihr Rhythmusgefühl, bei dem so manch Jüngerer nicht mitkommt.

    

     

    

„Dinner For Two“, das im Anschluss an „Hallo Ja Ja, I Don’t Know“ gespielt wurde, bietet immer wieder eine atemberaubende Spieltechnik von Hellmut und Peter. Die Beiden agierten dabei traumwandlerisch. Und diese Art von jazzigem Krautrock funktioniert einfach immer noch und ist zeitlos. Die neueren Stücke zeigten sich dagegen moderner und melodiöser mit tollen Grooves.

    

    

    

Das begeisterte Publikum ließ die Band nicht ohne Zugabe von der Bühne und so performten sie zum Schluss eine kurze Version von „Nam Nam“ und brachten das Publikum zum Singen.

    

                    

 

 
 

Setlist

Andy Nogger
Zoup
Überstürzter Aufbruch
Jerk Of Life
Press Play
Holiday Am Materhorn
Hallo Ja Ja, I Don't Know - Dinner 4 2
Wintruper Echo
Let It Out
Borgward

Zugabe

Nam Nam

Stephan Schelle, August 2026

Besetzung

Hellmut Hattler (Bass)
Jan Fride (Schlagzeug)
Peter Wolbrandt (Gitarre)
Martin Kasper (Keyboards)

 

 

 

 

 

 

 
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