Text aus Bericht der WAZ vom 28.03.1994

 

Lünen: 600 begeisterte Zuschauer gaben sich am Samstag besonderen Schwingungen hin: Aus dem ganzen Bundesgebiet plus Holland und Österreich erschienen die Liebhaber(innen) Elektronischer Musik zum 2. Nordrhein-Westfälischen Klem-Konzert, das Kulturamt und unsere Zeitung veranstalteten. 

Keyboards, Soundcomputer, DAT-Recorder, aber auch Gitarren und orientalische Instrumente gehören zum Equipment der "Spacemusiker". Jean Michel Jarre, "Vangelis" und "Kraftwerk" sind die bekanntesten Vertreter dieser Musikrichtung, die Freunde in allen Generationen findet. Bunt gemischt war folgerichtig auch am Wochenende das Publikum im ausverkauften Hansesaal. Gegen 16.30 Uhr eröffnete der Bergheimer Holle Mangler das circa siebenstündige Programm. Unter dem Titel "Live Dimension" verzauberte der 22jährige den Saal mit ausschließlich instrumentalen Klängen. Starken Beifall erhielt auch die anschließenede Darbietung von "Brainwork" und "Strange Inside": Um ihren Klängen mehr Ausdruck zu verleihen, wurden die drei Musiker teilweise von einem Tanz-Duo begleitet. 

Höhepunkt mit Mind Over Matter 
Den abschließenden Höhepunkt setzte Klaus Hoffmann-Hoock mit seiner Band "Mind Over Matter". Die Musik des gebürtigen Duisburgers wird durch seine Reisen nach Südostasien inspiriert. Die Verbindung zu diesem Kulturkreis präsentierte er mit seiner vierköpfigen Liveband eindrucksvoll in einem zweistündigen "Musiktheater": Orientalischer Tanz, Fabelwesen und meditative Zeremonien wechselten sich mit Gongs, tibetanischen Gebetsschläuchen, Yin- und Yang-Flöten und pyrotechnischen Effekten ab und begeisterten die Anwesenden. Für diese Art der Darbietung gibt es einen einfachen Grund: "Wenn wir auf die optischen Effekte verzichten, würden die Zuschauer vor Entspannung einnicken." So Klaus Hoffmann-Hoock.

 

 

 

 

 

 

 

 

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