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V/A – Cinema In My Head
– The World Of Visible Sound Am 20.06.2025 ist ein weiterer Sampler des Prudence-Labels veröffentlicht worden. Er trägt den Titel „Cinema In My Head“ mit dem Untertitel „The World Of Visible Sound“ Auf ihm sind 15 Tracks von 15 unterschiedlichen Künstlern des Labels zusammengestellt worden, die Ambient-Tracks enthalten, die sowohl für Filmsoundtracks wie auch zum einfachen Entspannen geeignet sind. Schon das Cover zeigt, dass man mit der Musik dem Alltag entfliehen und einfach mal abschalten kann. Erhältlich ist der Sampler wieder in digitaler Form. |
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Rüdiger Gleisberg
startet das Album mit einem sehr hymnischem und klassisch angehauchten
„Beautiful Nature“. Ein zarter, sanfter Track, der unter die Haut geht
und monumentale, Soundtrackartige Ausmaße besitzt. „The Seeress Prophecy
(Daydreaming)“ von Achillea (das ist ein Projekt von Jens Gad) ist ein
Track, der sehr rhythmisch daherkommt und mystische Klänge mit hypnotischen
Melodien verbindet. Das geht sofort ins Ohr. Verziert wird der Song durch
feenhaften Gesang. Sphärisch und spacig
wirkt dagegen das atmosphärische „In Shimmering Light“ von Art Of
Infinity, bei dem in deutscher Sprache ein Text geflüstert wird. Geigenklänge
sorgen in dem Stück für eine ganz besondere Stimmung. Bernd Scholl lässt dann
mit seinem asiatisch angehauchten „Time Stands Stil“ im wahrsten Sinne
des Wortes die Zeit stillstehen. Dabei kann man sich aus dem Alltagstrott
schnell in entspannende Sphären beamen. Ein Stück, das der Seele gut tut. Mit einer deutlichen
Basslinie und einer sehr eingängigen Melodie sowie einem Rhythmus, der wie
ein gemächlicher Wüstenritt auf einem Dromedar anmutet, so wirkt
„Awareness Part 05 – Creatures“ vom 2010’er „Awereness“-Album
des Projektes Deep Imagination (von Thorsten Sudler-Mainz) auf mich. Von Peter Mergener
findet sich das Stück „Mysterious Neighbours“ von seinem 2002’er
Album „Cruisin’„ auf dem Sampler. Dieser achteinhalbminütige Track
ist sehr spacig und wie für einen Weltraumtrip angelegt und bekommt nach
gut zwei Minuten einen herrlichen Sequenzerrhythmus verpasst, der zeigt,
welch kreative Kraft Mergener beim Projekt Software war. Für Wohlbefinden sorgt
dann „Highest Mountain Plateau“ von Gleisberg & Scholl. Jens Gad (er
ist ein international erfolgreicher Musikproduzent, Komponist, Gitarrist und
Schlagzeuger, der Co-Produzent des Musikprojekts Enigma von Michael Cretu
auf mehreren Alben war) sorgt dann mit seinem rhythmischen „Glass
Palace“ für eine Mischung aus Elektronik und Worldmusik mit atmosphärischen
Gitarrensounds. Auch Joe Weineck liefert mit „Sonic Forrest“ einen recht
rhythmischen Track ab. Mystisch geht es dann in
„Zauberei 9 (Dive Into A Black Hole)“ von Drum ‘n’ Space weiter. Die
sanften Klänge von Shajan sorgen dann wieder für Seelenheil. Sanfte
Pianoklänge bietet „The Retreat Of The Glaciers“ von Robert Simon
Thoma. Asiatische
Klänge kommen in „Dreaming Clouds” von Vamadeva zu Gehör, während
Dubartige Rhythmen und herrliche Gitarrensounds, die manchmal auch an Manuel
Göttsching oder Nautilus erinnern, in „Dream Break“ von Carsten Schnell
aufkommen und sich mit weiblichem Gesang verbinden. Ein toller Track. Der
Sampler endet dann mit „Adventus“ von Marcanus in einer Mischung aus
symphonischen und rockigen Klängen. Das ist ein kraftvoll, deftiges Ende. Der neue Sampler
„Cinema In My Head“ enthält neben den schon auf vorangegangenen
Samplern enthaltenen Acts auch einige unbekanntere Namen. Die Mischung ist
aber wieder gut gelungen und lässt den Alltag für 70 Minuten in den
Hintergrund treten. Stephan Schelle, Juli 2025 |
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