Stan Dart – Artificial Illusion
 

Stan Dart – Artificial Illusion
Eigenvertrieb / Bandcamp2026)

(13 Stück, 55:45  Minuten Spielzeit)

Stan Dart aka Richard Hasiba widmet sich auf seinem neuen Album, das im Dezember 2025 bei Bandcamp herausgekommen ist, dem Thema künstlicher Intelligenz. Nicht nur als Musiker, sondern auch beruflich weckte dies sein Interesse. Auf „Artificial Illusion“ hat er daher Eindrücke zu diesem Thema gesammelt und in zehn Stücken versucht diese zu verarbeiten. Bei Bandcamp sind elf Stücke zu finden, auf die ich mich hier beziehe.

 


Richard erklärt dazu:

Großen Einfluss hatte hier die Zusammenarbeit mit dem AI Künstler „Machine Loom“ und sein Einsatz meiner Musik zu seinen Videos. Durch Prompting - also der richtigen Beschreibung wie ein Bild oder eine kurze animierte Sequenz verlaufen soll und welche Inhalte angezeigt werden sollen - entstehen faszinierende Ausflüge in die Weiten der menschlichen Kreativität innerhalb des virtuellen Raums.

Der größte Unterschied zu meinen bisherigen Alben ist wahrscheinlich der Umstand, dass bei diesem Projekt die Tanzbarkeit im Vordergrund stand. Im Gegensatz hierzu habe ich auch die beiden AI Video Versionen (geschrieben für Machine Loom) hinzugefügt. Sie sind am Ende des Albums der ruhige Ausklang und „Eternity“ als Abschluss des regulären Albums ist ein 8 Jahre alter Track den Machine Loom bei mir auf Soundcloud entdeckt hatte und für seine Videos dann einsetzen durfte. Nachdem der Track noch nie auf einem Album war und thematisch sehr gut zum Rest passte, hat er hier nun seine Premiere.

Das Album startet mit dem zweieinhalbminütigen „Create“. Naturgeräusche und eine sanfte Melodie, die von Pianoklängen bestimmt werden, sind die Bestandteile dieses Stückes. Richard durchzieht diese wunderbar relaxte Stimmung mit einigen rhythmischen Elementen aus dem Sequenzer und hymnischen Harmoniebögen.

Darauf folgt dann das rhythmische „Lovely Long Modulations“, das einen klasse Groove besitzt und dessen Melodie sofort ins Ohr geht. Ein sehr schönes Stück, das Radioqualitäten besitzt.

Rhythmisch geht es dann auch im gut vierminütigen „Rise“ weiter. Ein treibender Rhythmus und ein Sound, der in Richtung Schiller & Co. weist, bestimmen in diesem Stück das Bild. Richard kombiniert hier perfekt ruhige und rhythmische Passagen. Ein lautmalerischer Gesang (scheint synthetisch zu sein) verfeinert diesen Track.

Atmosphärisch zeigt sich dann das siebenminütige „Stars“. Sanfte Klänge und Flächen starten in den längsten Track des Albums. Richard baut hier akzentuiert gesetzte Rhythmusmotive ein und verziert das Ganze mit einer sanften Melodielinie und einigen Pianoklängen.

Stimmgeräusche starten in das Stück „The Museum“. Nach wenigen Momenten kristallisiert sich ein druckvoller Rhythmusbeat heraus der das Stück gut vorantreibt.

„Space Race“ beginnt mit perlenden Klängen in die sich nach wenigen Augenblicken pumpende Rhythmusbeats mischen. Daraus entwickelt sich ein Clubtauglicher Track, der auch Soundtrack artige Momente bietet.

Etwas Retro kommen die ersten Klänge im Stück „The Light In The Darkness“ daher. Dann kommt aber ein pumpender Rhythmus auf, der dem Stück den nötigen Drive verleiht. Richard setzt darauf eine sehr schöne, romantische Pianoartige Melodie. Gitarrenartige und sägende Klänge mischt er darüber hinaus in dieses Stück.

„Salvation“ beginnt langsam, bekommt dann aber einen Rhythmus der den Track in Richtung House/Trance führt. Auch hier steht die Melodie im Vordergrund. Da ist auch so ein Track, der sich gut im Club macht. „It’s Me“ und „The Silence Within“ schlagen in die gleiche musikalische Kerbe.

Das Ganze endet dann mit dem atmosphärischen „Eternity“. Während ein Pianoklang die Melodieführung übernimmt, wandeln im Hintergrund herrliche Flächen. Das erinnert ein wenig an Vangelis zur Zeit von „Chariots Of Fire“.

„Artificial Illusion“ von Stan Dart aka Richard Hasiba ist ein sehr rhythmisches und auch tanzbares Album geworden. Richard legt bei aller Rhythmik aber immer den Fokus auf sehr eingängige Melodien, was ein sehr gutes Hörgefühl ergibt.

Stephan Schelle, April 2026

 
   

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