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Peter Frampton
- Carry The Light Der mittlerweile 76-jährige Gitarrist und Sänger Peter Frampton (er wurde im Laufe seiner Karriere in die Hall Of Fame aufgenommen und auch mit einem Grammy ausgezeichnet), der mit seinem 1976’er Album „Frampton Comes Alive“ zu Weltruhm gelangte, veröffentlichte am 15.05.2026 nach 16 Jahren sein erstes neues Studioalbum mit dem Titel „Carry The Light“. Das ist besonders bemerkenswert, da ihn seine Muskel-Erkrankung stark einschränkt und er nicht mehr groß auf Tour gehen kann. Das Album entstand gemeinsam mit seinem Sohn Julian Frampton, der auch als Co-Autor und Co-Produzent beteiligt ist. |
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Peter Frampton hat das Album darüber hinaus mit einigen illustren Gastmusiker/innen eingespielt. Darunter finden sich Sheryl Crow, Bill Evens, H.E.R., Tom Morello, Graham Nash und Benmont Tench. Für Frampton spiegelt „Carry The Light“ die Gegenwart wider und ist geprägt von den Herausforderungen, Veränderungen und Verbindungen, die die vergangenen Jahre bestimmten. Der Titel selbst versteht sich als programmatische Aussage: Dabei steht für Frampton das Licht für Weisheit – etwas, das weitergetragen werden soll. Im Kern ist das Album ein sehr persönliches Dokument, dessen Entstehung Frampton zu großen Teilen der Zusammenarbeit mit seinem Sohn zuschreibt. „This may be the best album Peter’s ever made,” sagt Toningenieur und Co-Produzent Chuck Ainlay (Mark Knopfler, Miranda Lambert, George Strait) The songs are just so poignant, and his voice has matured in a way that really delivers what he's trying to get across.'" Los geht es gleich mit dem Titelsong „Carry The Light“. Zu Beginn hört man indigene Stammesgesänge von Nick Gibson und Roy Gibson, Mitglieder der Absentee Shawnee Tribe Of Indians Of Oklahoma. Nach wenigen Momenten setzt eine Akustikgitarre ein, was nun auch einen bluesigen Spirit vermittelt. Nach einer Minute hat sich daraus ein sanfter Rocksong entwickelt, dessen Melodie bzw. Refrain sich in den Hirnwindungen festsetzt. Ein klasse Song, der das neue Album eröffnet. Im Song „Buried Treasure“ hat Frampton im Text Songtitel von Tom Petty aneinandergereiht. Der Song ist eine Hommage an den verstorbenen Tom Petty und würdigt dessen gleichnamige SiriusXM-Radiosendung, die Petty 15 Jahre lang kuratierte und moderierte. Der Text setzt sich vollständig aus Songtiteln von Petty zusammen. Frampton bat Benmont Tench, für die Aufnahme seinen unverwechselbaren Stil zu dieser Petty-Hommage beizusteuern. Und auch musikalisch dockt der Song an den Stil von Tom Petty an. Graham Nash hat dann bei dem Song „I'm Sorry Elle“ seine Stimme eingebracht, in dem es wieder sehr beschaulich zugeht. Frampton hat einen sehr sanften und nachdenklichen Song eingespielt, der unter die Haut geht. Und mit Sheryl Crow liefert sich Frampton dann ein Gesangsduell in „Breaking The Mould“. Beide wechseln sich dabei nacheinander beim Leadgesang ab. Auch das ist eine sanfte, leicht poppige Nummer. „I Can't Let It Be“ schlägt danach in die gleiche musikalische Kerbe und besitzt ein sehr schönes, atmosphärisches Gitarrensolo. Den Song „Lions At The Gate“ würzt Tom Morello dann mit seiner E-Gitarre. Dieser Song zeigt sich dann von einer etwas härteren Gangart, weil die E-Gitarre hier etwas schmutziger und rockiger rüberkommt. Im folgenden Instrumentalstück „Islamorada“, das atmosphärisch angelegt ist und von der E-Gitarre ein wenig an Carlos Santana erinnert, liefert sich Frampton mit H.E.R. ein Gitarrenduell. Die nächsten beiden Stücke „Can You Take Me There“ und „Tinderbox“ garniert dann Bill Evans mit seinem Saxofonspiel. „Can You Take Me There“ ist eine sanfte Nummer, die sich bestens für einen lauen Sommerabend an einer Strandbar eignet. „Tinderbox“ ist rhythmischer und erinnert an Bands wie Tito & Tarantula und vermischt dies mit weiteren musikalischen Elementen. Der Refrain hat dabei Ohrwurmqualitäten. Das Album endet mit dem sanft/verträumten Instrumentalstück „At The End Of The Day“. Mit „Carry The Light“ hat Peter Frampton ein sehr schönes Alterswerk herausgebracht. Zwar geht es über weite Strecken sehr sanft und ruhig zu, aber die Stücke bestechen vor allem durch ihre herrlichen, teils einfühlsamen Melodien. Ein Album, das einen die Hektik des Alltags vergessen lässt. Stephan Schelle, Mai 2026 |
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