Neal Black & The Healers - Number 3 Monkey
Pias / Integral (2026)

(12 Stücke, 51:48 Minuten Spielzeit)

Der aus San Antonio stammende Sohn einer deutschen Mutter und eines indianischen Vaters, der seine Karriere in den 80'ern in der texanischen Blues-Szene als Support für Künstler wie Stevie Ray Vaughan, Albert King, The Fabulous Thunderbirds, George Thorogood, Leon Russell usw. begann, trat Anfang der 1990’er in New York u. a. mit Joan Osborne, den Holmes Brothers und Popa Chubby auf.


Und auch als Live-Gitarrist hat er sich für viele bekannter Musiker verdient gemacht. Als Songwriter kann er darüber hinaus auf mehr als 200 Songs zurückblicken, die von Künstlern wie Taj Mahal, Popa Chubby und vielen mehr veröffentlicht wurden. Kein Wunder, dass er in der Szene einen ausgezeichneten Ruf als Gitarrist, Performer und Songschreiber genießt.

Am 13.03.2026 meldete sich Neal Black mit einem neuen eigenen Album zurück, das er mit seiner Begleitband The Healers eingespielt hat. Es trägt den Titel „Number 3 Monkey“ und ist in der CD-Version in einem vierseitigen Papersleeve mit zwölfseitigem Booklet erschienen.

Zu den Hauptprotagonisten gehören neben Neal Black (Gesang, Gitarren) noch Mike Latrell (Piano, Orgel), Abder Benachour (Bass) und Denis Palatin (Schlagzeug, Tamburin). Darüber hinaus waren noch sieben weitere Musiker/innen bei einzelnen Stücken beteiligt.

Neal Blacks musikalische Wurzeln sind auf diesem Album unverkennbar, wobei er gleichzeitig seinen einzigartigen, charakteristischen Sound im Blues-Rock-Genre beibehält. „Number 3 Monkey“ beinhaltet einen abwechslungsreichen Song-Mix, bei dem von energiegeladenen E-Gitarrensolo bis hin zu zartem akustischem Slide-Spiel auf der Dobro alles geboten ist – gekrönt von der rauchigen Stimme des Blues-Rockers, der nicht ohne Grund schon als „Der Meister des High Voltage Texas Boogie“ bezeichnet wurde. Von den zwölf Songs auf „Number 3 Monkey“ stammen zehn aus der Feder von Neal Black, und wie immer auf seinen Alben, befinden sich auch auf seinem neusten Werk mit „No Way To Get Along“ von Robert Wilkins und ”Devil Got My Woman“ von Skip James, zwei Cover-Versionen alter Klassiker, mit denen er den großen Blues-Meistern huldigt, die ihn musikalisch beeinflusst haben.

Neal Black startet sein Album mit dem Titelstück „Number 3 Monkey“, in dem er Blues und Rock’n’Roll miteinander verbindet und dem Song auch noch eine Art Ragtime-Piano hinzufügt. Das rockt gut und Neal verfeinert das Stück durch einige Slide-Gitarren-Parts. Der erste Coversong „Devil Got My Woman“ ist sparsamer instrumentiert und ist im traditionellen Blues verhaftet. Dadurch entsteht eine sehr intime Stimmung, die auch durch Neals leicht rauchige Stimme unterstützt wird.

In „Choose Your Poison“ geht es dann wieder rhythmischer und etwas druckvoller zur Sache. Darüber hinaus besitzt das Stück auch durch Neals Stimme eine gewisse Coolness und die Bläser sorgen für weiteres Flair.

Danach kommt dann im Song „That Money“ die Mundharmonika als besonderes Stilelement zur Geltung. Gleichzeitig hat das Stück eine gewisse Rocknote mit eingängiger Melodie.

Atmosphärisch, mit einer leicht melancholischen Note geht es danach mit dem sehr ruhigen und im Downtempo gespielten „Mellow Moon Monday“ weiter. Die Gitarre und die Melodie erinnern dabei vom Flair her an Fleetwood Mac’s „Albatross“.

Nach dieser besinnlichen Nummer wird es dann in „Lights Of Fifolet“ eine Spur druckvoller zu. Neals Stimme geht bei diesem Stück in die Richtung von Chris Rea. Mit „No Way To Get Along“ kommt dann die zweite Coverversion auf dem Album. Stilistisch kommt nun auch noch neben dem Blues eine Spur Country und ein Shuffle-artiger Rhythmus mit ins Spiel. Das zeigt die Vielfalt in der sich Neal Black auf dem Album bewegt. Der Backgroundgesang von Janet Martin wertet den Song darüber hinaus auf.

Das Bluesrockstück „Dead By Now“ besitzt einen klasse Groove und Neals Stimme kommt hier besonders gut zur Geltung. Das Instrumental „Truckstop Be Bop“ bietet dann eine Mischung aus Blues, Boogie, Country und einer gehörigen Portion Rock’n’Roll.

„Say Goodbye“ bringt eine leichte Popnote ins Spiel und Neals Stimme klingt wieder ein wenig nach Chris Rea. Gitarre und Piano bieten darüber hinaus schöne instrumentale Einschübe. „Let It All Hang Out“ verbindet danach erneut Boogie mit Blues und treibt ihn mit einem Shufflerhythmus an. Mit „His Last Song“ geht es dann locker flockig aus dem Album.

Neal Black präsentiert auf seinem neuen Album „Monkey 3 Number“ zusammen mit seiner Begleitband The Healers sowie weiteren musikalischen Gästen Blues in den verschiedenen Stilarten. Mal spielt er einen Song im traditionellen Blues, dann wiederum würzt er ihn mit Country oder Rock’n’Roll. Darüber hinaus garniert Neal einige der Songs mit seiner Slide-Gitarre. Das bedeutet viel Abwechslung.

Stephan Schelle, Juni 2026

   

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