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Hans Hjelm – The Night Electronic Der in Stockholm lebende Musiker Hans Hjelm hat sein drittes Soloalbum, „The Night Electronic“, am 29.05.2026 veröffentlicht. Die Platte markiert einen entscheidenden stilistischen Wandel von seinen früheren Instrumentalwerken hin zu einem vokalbetonten, elektronisch orientierten Sound. Das Album besteht aus neu interpretierten Titeln aus Hjelms früherer Diskografie: fünf Songs aus „Into The Night“ (die CD enthält zudem zwei Bonustracks aus dem Debütalbum „Factory Reset“). |
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Das Album entstand in Zusammenarbeit mit Henrik Sunbring (oplen, Domus) im Helter Skelter Studio und stützt sich produktionstechnisch stark auf programmierte Drums, Drum-Loops, Synth-Bass und analoge Synthesizer. Zwar sind noch einige Prog-Rock-Elemente aus früheren Veröffentlichungen vorhanden, doch ersetzt diese elektronische Grundlage weitgehend die gitarrenlastigen Klangschichten, die in Hjelm’s früheren Soloarbeiten zu finden waren. Das Album wird von „Mantra“ und „Artnam“ (das rückwärtsgespielte „Mantra“) eingerahmt – ein sprachlicher und klanglicher Spiegel. Während „Mantra“ als rhythmischer Schlüssel dient, der die Tür zu dieser nächtlichen Welt öffnet, schließt „Artnam“ sie mit rückwärtsgespielten Vocals und sich verschiebenden Drones und suggeriert eine Realität, in der Zeit und Logik anders funktionieren. Das zwischen 2023 und 2025 aufgenommene Album, das in der CD-Version in einem vierseitigen Digipak erscheint, enthält Beiträge einer festen Gruppe von Mitwirkenden, darunter Jesper Skarin (Gösta Berlings Saga, ex-Switch Opens), Mikael Tuominen (Kungens Män, ex-Switch Opens) und Per Wiberg (Switchblade, ex-Opeth). Das Album startet mit dem Stück „Mantra“. Da sind zunächst elektronische Klänge zu hören in die sich Schlagzeug und Gesang mischen. Aber auch elektronische Rhythmen finden sich in dem Song und machen daraus eine hypnotische Sache. Das nimmt sofort gefangen, da eine intensive Stimmung erzeugt wird. Electropop trifft auf Prog und Artrock. Perlende Keyboardsounds eröffnen das Stück „I Feel Like Fire“. Nach wenigen Momenten setzt eine sehr schöne Keyboardmelodie ein, die von Akustikgitarrenklängen verziert wird. Ein sanftes Schlagwerk treibt darüber hinaus den Song voran. Das hat auch wieder einen Prog-/Artrock-Einschlag, aber mit sehr elektronischen Sounds. Gerade letztere erzeugen diese intensive und einnehmende Stimmung. Mit Electropop-Klängen und einem schönen Groove startet das Stück „Aftersun“. Der Gesang wirkt - wie in den anderen Stücken auch - recht sanft und weiblich. Kurz vor der Hälfte wird es dann etwas druckvoller und leitet in eine rockigere zweite Hälfte ein, um dann .atmosphärisch auszuklingen. Ein schöner Bass und akzentuierte Rhythmik bilden den Anfang von „Shores“. Hier wechselt dann die Gesangsstimme und der Song zeigt sich von einer sehr eingängigen, atmosphärischen Seite. Aber auch hier sind die Prog-/Artrock-Elemente nicht zu verleugnen. Der letzte offizielle Song ist dann „Antram“, der dann an den ersten Song „Mantra“ auch musikalisch anschließt. Die CD bietet darüber hinaus die beiden Bonustracks „Woods“ und „Lights Turn Red“, die es zusammen auf gut zehn Minuten Spielzeit bringen und sich musikalisch und atmosphärisch an die anderen fünf Stücke perfekt anpassen. „The Night Electronic“ von Hans Hjelm ist ein sehr atmosphärisches Werk, das vor allem durch den Einsatz des Synthesizer eine ganz besondere Note bekommt. Die Stücke wirken sanft, hypnotisch und atmosphärisch. Man kann das Album sehr gut in einem durchhören und wird über die volle Länge in einen Klangkosmos gezogen, der eine wohlige Stimmung erzeugt. Stephan Schelle, Juni 2026 |
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