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Gjenferd
– Black Smoke Rising Die norwegische Hardrock-Band Gjenferd veröffentlichte am 06.03.2026 ihr zweites Album „Black Smoke Rising“. Das Powerquartett besteht aus Vegard Bachmann Strand (Gitarren, Gesang), Jakob Særvoll (Keyboards, Gesang), Samuel Robson Gardner (Bass) und Sivert Kleiven Larsen (Schlagzeug). |
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„Black Smoke Rising“ hebt die Band auf ein neues Niveau, indem es auf den Stärken ihres Debüts aufbaut und den Sound gleichzeitig in eine direktere und zugänglichere Richtung treibt. Das Album bietet stärkere Songs, schärfere Hooks und einen insgesamt strafferen Ansatz, ohne dabei die dunklere Seite zu verlieren, die Gjenferd von Anfang an geprägt hat. Gitarren und Orgel bilden den Kern des Sounds und treiben solide Riffs und eingängige Gesangslinien mit einer klaren Pop-Sensibilität unter der Schwere voran. Schon gleich mit dem Eröffnungstrack „Crimson Rain“ zeigt die Band, in welche kraftvolle Ecke das Album geht. Nach einem kurzen, markanten Bassmotiv geht es gleich druckvoll los, in dem knackige Gitarrenlicks, Bass- und Schlagzeugrhythmen den Song nach vorn treiben, während Vegard Bachmann Strands Gesang einsetzt. Ein klasse trockener Hardrockgroove durchzieht diesen Song, der sehr melodisch angelegt ist und auch ein wenig 70’er-Jahre-Feeling verströmt. Einige Keyboardklänge, die zusätzliches Retrofeeling verströmen, werden immer wieder eingestreut. Und der Refrain ist ein richtiger Mitgrölpart. Erneut eröffnet ein markantes Bassriff den nächsten Song „Bound To Fall“. Hier werden aber zunächst sehr schöne atmosphärische Keyboard- und Gitarrenklänge hinzugefügt. Nach nicht ganz einer Minute schält sich dann aber wieder Hardrock heraus, der ein gewisses 70’er-Jahre-Flair besitzt, aber doch auf der Höhe der Zeit ist. Ein klassisches Hardrockriff eröffnet dann den Song „Black Smoke“ dies wird dann mit Orgelklängen und druckvollem Schlagwerk unterfüttert. Im Mittelteil sorgt eine kurze Keyboardpassage für eine Atempause um danach wieder druckvoll mit schweren Riffs weitergeführt zu werden. Das hat Esprit. Bass und echohafte Gitarrenklänge leiten in das atmosphärische „Calling Your Name“ ein. In diesem Stück vermischt die Band atmosphärischen, leicht psychedelischen Rock mit Hardrock. Dabei spielt das Quartett geschickt mit dem Wechsel der Lautstärke und Dynamik. „Attergangar“ ist dann ein nicht ganz einminütiges, instrumentales, vom Keyboard bestimmtes Zwischenspiel. Nach dieser Atempause startet das kraftvolle, schwere „The Trill“ mit treibendem Schlagwerk und Orgelklängen. Auch hier zeigte sich wieder eine gehörige Prise 70’er-Jahre-Hardrock, ohne dass das aber angestaubt klingt. Dem schließt sich dann das etwas mehr als einminütige „Stillferd“ an. Hier sind Akustikgitarre und Flötenklänge zu hören, die eine sanfte Melodie spielen. „The Silence“ beginnt zunächst gemächlich und atmosphärisch, endet dann aber in einem ekstatischen Part. Das treibende „Ride On“ und das druckvolle „Like Wildfire“ mit seinen herrlichen Gitarrenkaskaden beenden dann das Debütalbum von Gjenferd. Ein klasse Album mit viel 70’er-Jahre-Hardrock-Feeling im modernen Gewand. Stephan Schelle, April 2026 |
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