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Giants,
Dwarfs And Black Holes – Cherrytree Stories And Other Innuendo Tales Der Name der deutschen Band Giants Dwarfs And Black Holes, die im Umfeld von Heavy Psych/Acid Prog Rock wandelt, ist auf ein Gedankenspiel zurückzuführen, dass einerseits die astronomischen Begriffe: Giants (Rote Riesen), Dwarfs (Weiße Zwerge) und Black Holes (schwarze Löcher) und andererseits ein Wortspiel für Wesen aus Märchen und Mythologie sein soll. Am 18.07.2025 erschien das vierte Album der Formation unter dem Namen „Cherrytree Stories And Other Innuendo Tales“. |
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Die Basis der auf dem
Album, das mir in der CD Version vorlag, die in einem sechsseitigen
Papersleeve verpackt ist, enthaltenen vier Stücke stellt Heavy
Psychedelic/Acid Progressive Rock dar. Wie schon beim letztjährigen
„Echo On Death Of Narcissus“, so braucht auch das neue Album von Giant
Dwarfs And Black Holes „Cherrytree Stories And Other Innuendo Tales“
eine Zeit um damit warm zu werden. Das liegt für meinen Geschmack vor
allem an der Gesangsstimme von Christiane Thomaßen, die nicht so leicht
in mein Ohr eindringen will. Vier Stücke finden sich
auf dem Album, die alle mehr als sechs Minuten lang sind und bei denen das
19minütige „A Cent For The Old, Hollow And Stuffed Guy“ das Kernstück
darstellt. Filigrane Zupfarbeit
leitet in den ersten, siebeneinhalbminütigen Song „Reframe“ ein. Dann
kommt eine leicht rockige Note auf. Ein wenig Psychedelic, dann auch
wieder sanfter Rock und auch leicht jazzige Anklänge werden hier mit südamerikanischen
Rhythmen vermischt. Das klingt außergewöhnlich. Mit dem achteinhalbminütigen
„Electric Black“ geht es dann weiter. Hier sind auch Anleihen an den
70’er-Jahre Rock auszumachen. Die Gesangsstimme braucht bei mir aber
einige Durchgänge um anzukommen. Das Instrumentenduo nutzt in diesem
Longtrack ein ums andere Mal die Möglichkeit für längere instrumentelle
Passagen. Da kommen auch mal recht funky klingende Rhythmen auf, die sich
mit den rockigen Klängen vereinen. Gerade die Instrumentalpassagen überzeugen. Auf nicht ganz sieben
Minuten bringt es dann das Stück „Under The Cherrytree“, bei dem
Christiane Thomaßen zwischen gesungenen Passagen und einer Art
Sprechgesang wechselt. Musikalisch ist das ungewöhnlich, denn hier
treffen sanfte rockige Rhythmen auf proggig/jazzige Klänge. Das ist
nichts für den schnellen Konsum. Zum Abschluss folgt mit
dem 19minütigen „A Cent For The Old, Hollow And Stuffed Guy“ das
Kernstück des Albums. Es beginnt mit einer sehr schönen Gitarrenpassage,
die auch an frühe Genesis & Co. erinnert. Christiane Thomaßen fügt
anfangs lautmalerischen, sirenenhaften Gesang hinzu. Dann kommen aber nach
mehr als vier Minuten sanft rockende Klänge auf, auf die Christiane Thomaßen
ihren Gesang legt. Die Band wechselt vor allem in den instrumentalen
Passagen Rhythmik, Dynamik und Harmonien, so dass ein spannender Track
entsteht, der eine gewisse Atmosphäre verströmt. Auch das neue Album
„Cherrytree Stories And Other Innuendo Tales“ der aus dem
Rhein-Main-Gebiet stammenden Band Giants Dwarfs And Black Holes ist nicht
immer leicht zu konsumieren und auf die Dauer auch recht gleichförmig.
Ich empfehle hier auf jeden Fall zuvor hineinzuhören, auch wenn das Album
einige Durchläufe braucht, um sich zu entfalten. Stephan Schelle, August 2025 |
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