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Deep Imagination – Come To My Pretty
Little Garden Nicht ganz drei Jahre nach der Veröffentlichung von „The Children Of The Moon“ kommt mit „Come To My Pretty Little Garden“ ein neues Album von Deep Imagination heraus. Kopf des Musikprojektes ist Thorsten Sudler-Mainz. In den Jahren entwickelte sich sein Soloprojekt von Ambient-Electronic zu Artrock und schließlich Gothic-Rock. |
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Neben Thorsten (Gesang, Keyboards, E-Gitarre, Bass, Percussion, Rag-Dun Bass-Horn, Programmierung) wirken noch Achim von Raesfeld (E-Gitarre), Ann Kareen-Mainz (Gesang bei fünf Stücken), Leon Mainz (Gesnag bei drei Stücken) und Arvid Mainz (Posaune bei fünf Stücken) mit. So ist aus dem Musikprojekt mittlerweile auch ein Familienunternehmen geworden. Los geht es mit dem viereinhalbminütigen „The Story Of A Brave Heart“, das schon mal zeigt, in welche Richtung es auf dem Album geht. Mit der Perkussion, den atmosphärischen Klängen und dem mehrstimmigen Gesang schließt der Song direkt an das Vorgänger-Album an. Das Stück wirkt darüber hinaus monumental und mystisch Das fast fünfminütige „Send Me All The Dreams“ schließt sich daran an. Die erste Textzeile führte im Übrigen zum Albumtitel. Das Stück beginnt mit leicht düsteren und mystischen Klängen. Nach wenigen Momenten kommt dann aber ein sehr schönes Gitarrenmotiv auf. Die Atmosphäre des Openers wird in diesem Stück fortgesetzt, was auch durch den mehrstimmigen Gesang (Thorsten und Ann Kareen ergänzen sich hier gut) erzeugt wird. Die eingestreuten Posaunenklänge erweitern hier das Klangspektrum. Nur knapp zwei Minuten ist das Stück „Ad Portam Tenebrarum“ lang. Es startet mit einer Art Glockengeläut und Posauneklängen, die aber hier aus dem Keyboard kommen. Es wird in diesem Stück zum ersten Mal etwas sakral, was an dem Gesang liegt, der nach Mönchgesängen klingt (hier wird mantramäßig der Titel wiederholt). Dazu kommen Gitarren und Keyboardklänge. Als nächstes kommt dann das Dead Can Dance-Cover „Anywhere Out Of The World“, das es auf 6:44 Minuten bringt. Das Stück fügt sich perfekt in das Gesamtkonzept ein, da es die Stimmung, die auf dem Album vorherrscht unterstützt. Allerdings zeigt sich dieses Stück elektronischer als die anderen. Thorsten ist dabei am Original geblieben, während sich der etwas sanftere Gesang vom Original abhebt und das Stück in der Neuinterpretation auch etwas ambienter wirkt. „Ex Anima“ ist das zweite Stück das einen sakralen Charakter aufweist. Auch hier sind es die Gesangsparts, die nur den Titel singen und wie Mönchgesänge wirken. Thorsten hat das Stück jedoch etwas rockiger angelegt mit einem stoischen Gitarrenmuster, Bassparts, Keyboardsounds und Perkussion. Das sechsminütige „Keep Searching And Dreaming“ beginnt atmosphärisch und besitzt vor allem durch die Gitarren eine leichte Pink Floyd-Note. Auch Thorstens Gesang erinnert ein wenig an Floyd. Somit zeigt sich dieses Stück mehr von seiner Artrockseite, auch wenn es sich nahtlos in die Stücke des Albums einordnet. Mit Posaunenklängen geht es zu Beginn im zweieinhalbminütigen „Only For One Day“ weiter. Die Posaune und der sakral wirkende Gesang entfalten dabei eine besondere Wirkung. Zum Schluss kommt dann mit „No Useless Illusions“ der längste Track des Albums, der es auf mehr als 14 Minuten Spielzeit bringt. Schon der Beginn dieses Longtracks erweckt eine gewisse Sehnsucht. Nach der Gitarre setzt dann auch wieder die Posaune ein, was dem Track erneut ein gewisses wehmütiges Flair verpasst. Nach nicht ganz drei Minuten kommt dann aber ein Perkussionrhythmus auf, der dem Stück mehr Farbe verleiht. Zum Ende hin lässt Thorsten das Stück mit einer wunderbaren Gitarrenmelodie ausklingen, die wieder sehnsuchtsvoll durch den Raum und in Richtung Unendlichkeit weht. Das neue Album „Come To My Pretty Little Garden“ von Deep Imagination wurde von Thorsten Sudler-Mainz produziert und klingt wie aus einem Guss. Die Gothic-Atmosphäre verbindet sich mit Dark Wave und ambienten Elektronikklängen so dass eine intensive Stimmung entsteht, die über die volle Länge des Albums anhält. Vor allem auch durch den Einsatz der Posaune bekommten die Stück ein weiteres, neues Stilelement. Stephan Schelle, März 2026 |
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