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Marcator - Terra Incognita Der deutsche Musiker Jürgen Petersen aka Marcator veröffentlichte am 05.06.2026 sein neues Album mit dem Titel „Terra Incognita“. Fast alle Instrumente hat er darauf allein eingespielt. Unterstützung erhielt er allerdings von drei unterschiedlichen Schlagzeugern, einem Jazzgitarristen und einem Saxophonisten, dessen Parts eigens aus Australien beigesteuert wurden. |
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Das Album beginnt mit dem Stück „Lounge Lizard“. Und der Titel hält, was er verspricht, denn Marcator entwickelt in dem Stück eine sehr entspannte, loungige Atmosphäre. In diesem Stück kommt dann auch schon das Saxophon zum Einsatz, das eine melodisch/jazzige Note einfügt. Aber auch die Gitarrenparts gehen gut ins Ohr und zeigen sich von ihrer atmosphärischen Seite. Das Ganze ist dann mit einem sanften Groove aus Schlagwerk und Bass unterlegt. Weiter geht es dann mit dem Titelstück „Terra Incognita“, das zunächst recht elektronisch beginnt, mit einem sanften Rhythmus wie von einem Zug und flächigen Sounds sowie rhythmischen Elementen. Langsam steigert sich das Stück und die Dynamik wird vom Schlagzeug vorangetrieben, bis es in einem atmosphärisch/rockigen Part mit herrlichen Gitarrenlicks mündet. Marcator hat hier einen sehr eingängigen Track eingespielt, der auch in die Nähe von zum Beispiel Nautilus kommt. Eine sanfte Pianopassage eröffnet das Stück „Strings Attached“. Sanft zieht dieses Stück durch den Raum und entschleunigt beim Hören mit seinem ebenfalls wieder recht loungigen Flair. Sobald dann aber die E-Gitarre einsetzt steigert sich die Dynamik und es entsteht eine Mischung aus Jazz und sanftem Rock. „Morse Code“ beginnt seinem Namen natürlich entsprechend mit Morseartigen Klängen aus dem Keyboard. Darauf werden dann Gitarrenklänge gesetzt, die an das Musikprojekt Food For Fantasy (von Robert Schroeder) erinnern. Angetrieben wird das Stück darüber hinaus von einem akzentuiert gespielten Schlagwerk. Ein sehr rhythmischer Track mit viel Atmosphäre, die neben den Gitarren auch wieder vom Saxophon beisteuert werden. Elektronische rhythmisch/atmosphärische Klänge leiten in das Stück „Terra Forming“ ein, um nach wenigen Momenten durch herrliche Gitarrenlicks und einen Schlagzeugrhythmus wieder in etwas rockige Strukturen überzugehen. Auch hier ist der Sound in der Nähe von Acts wie Nautilus. Rhythmisch beginnt dagegen das Stück „House Cleaning“. Ungewöhnliche elektronische Sounds, die wie gescratchet klingen, sind hier zu einem groovigen Rhythmus zu hören. Nach mehr als einer Minute kommt dann die E-Gitarre hinzu, die rhythmische Licks einstreut. Insgesamt ein sehr perkussiver Track, der dann immer mal wieder mit Effekten und Sounds ummantelt wird. Eine sanfte Pianomelodie ist zu Beginn von „Terra Explorer“ zu hören. Langsam steigert sich dieses Stück bis dann das Saxophon mit einer sehr schönen Melodie einsteigt. Das ist traumhaft und lässt einen den Alltag vergessen, ohne ins Belanglose abzudriften - ganz im Gegenteil. Im weiteren Verlauf kommt auch noch ein dumpfes Bassmnotiv auf, das dem Stück noch mehr Tiefe verleiht. Mit mystischen Klängen (wirkt teils wie pfeifender Obertongesang) beginnt dann „Strange Encounter“. Die E-Gitarre sorgt wieder für atmosphärischen Rock, der vom Schlagzeug vorangetrieben wird. Das kommt sehr gut rüber. Und eine Orgelpassage bringt dann auch noch Retrofeeling in Richtung 70'er Rock mit ins Spiel. Weite Klangräume verzieren danach „Sea Of Tranquility“, das nach wenigen Momenten mit einer Gänsehaut treibenden Gitarrenpassage weitergeführt wird. Wieder so ein loungiger, entspannter Track. Vor allem die verschiedenen Gitarrenpassagen machen dieses Stück aus. „What A Dream“ wartet danach mit groovenden leicht funkigen Gitarren auf, die sich mit rockig/jazzig/loungigem Flair verbinden. Im Hintergrund sorgt ein Bass für einen weiteren rhythmischen Unterboden, während das Schlagzeug das Stück unaufhörlich nach vorn treibt. Zwischendrin sind dann gar einige Synthesizerpassagen auszumachen, die ein wenig an Klaus Schulzes Musik erinnern. Eine leichter Jazznote kommt dann durch das Saxophon im Stück „Martini Mood“ auf. Das wäre der perfekte Soundtrack für eine Fahrt durch eine verregnete, nächtliche Großstadtszenerie. Den Abschluss bildet dann „Susperia“ das wieder mit einer herrlichen Gitarrenpassage aufwartet und mit außergewöhnlichen Percussionmotiven unterlegt ist. Jürgen Petersen aka Marcator versprüht mit seinem neuen Album „Terra Incognita“ eine gelungene Mischung ais Lounge, Jazz und atmosphärischer Rockmusik. Die einzelnen Stücke haben einen sehr schönen Groove und laden darüber hinaus zum Entspannen ein. Stephan Schelle, Juni 2026 |
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