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Hirudo – The First Incarnation Hirudo, das ist das Freiburger Duo Uli Kutschera (Klavier und Keyboards) und Peter Fischer (Keyboards und elektronische Perkussion). In 2005 haben sie Musik, die sie bereits 1983 aufgenommen haben, als CDR unter dem Titel „The First Incarnation“ veröffentlicht. Selbst bezeichnen sie ihre Musik als sinfonische Synthesizer-Pianomusik. Das ist eine gute Bezeichnung, denn auf 41 Minuten präsentieren uns die beiden sechs Kleinode zwischen 3:08 und 12:14 Minuten Spielzeit, die einen sehr klassischen Stil aufweisen. Gleich das Eröffnungsstück „Romance“ glänzt mit einer sehr klassischen Pianopassage, die mit sehr schönen Synthieklängen eine romantische Stimmung erzeugt. Hier werden Erinnerungen an die klassische, nicht ganz so virtuose Spielart eines Rick Wakeman wach. Es ist eindeutig zu erkennen, dass hier Musiker am Werk sind, die eine klassische Ausbildung genossen haben. Der mit Marschrhythmen aufwartende Titel „Bazar“ zeigt mehr elektronische Klänge und klingt für mich wie ein Soundtrack dem durch Perkussion und Sounds Pop-Elemente beigefügt wurden. Und nach einigen Minuten setzt - durch eine Pause - ein musikalischer Richtungswechsel ein, der klingt, als sei Vangelis auf Speed (was das Tempo anbelangt). Nach einer weiteren ruhigen Passage wechselt der Track erneut und es geht in eine futuristische Richtung. Für mich klingt dieses Stück, als sei es aus drei Tracks zusammengefügt worden, ein Bazar der Töne und Stimmungen. |
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„Cyrillus“ wird von klassischen, sakralen Klängen getragen. Das ganze hat etwas bombastisches. Im zweiten Teil klingt er sehr barock mit Streicher- und Spinettartigen Sounds. Irgendwie kommen mir da Gedanken, die mich an einen französischen Königshof versetzen. Eine lockere Pianolinie liegt anfangs über tiefen Synthies beim Track „Avocado“. Nach etwas mehr als einer Minute werden die Synties dominanter und klingen wie von „Mist“ zu Grobschnittzeiten oder wieder wie bei ELP. Zeitweise zaubern die beiden lockere, aber zerbrechliche Melodien Mit „Finale: The First Incarnation“, dem längsten Track der CD, endet der Silberling. Das Stück beginnt sehr dramatisch wie bei einer Sinfonie. Und so ist es auch aufgebaut. Wie eine Geschichte, die sich langsam vor dem Betrachter entwickelt, so entfaltet sich dieser Longtrack vor den Ohren des Hörers. Das kann man sich gut auf einer großen Bühne vorstellen. Wer klassisch, manchmal auch sakral klingende Instrumentalmusik mit einem Hauch Bombast mag, der sollte hier unbedingt zuschlagen. Insgesamt bietet die CD eine sehr stimmige Atmosphäre zu der man gut abspannen oder Neudeutsch chillen kann. Nähere Infos sowie die CD selbst erhält man unter der URL: www.uvasonar.de/pool/comp/ukutschera Stephan Schelle, Juli 2005 |
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